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Anleitung zum Ätzen einer Fotolackplatine

Als erstes muss ein Layout erstellt werden. Hierfür benutzte ich Eagle, was ich recht einfach finde. Hilfe dazu gibt es auch im Netz unter www.eagle.de, oder www.mikrocontroller.net. Ich drucke mein Layout mit einem Tintenstrahldrucker auf normale Projektorfolie. Dabei drucke ich dreimal die gleiche Folie übereinander, dadurch wird das Layout blickdicht. Es kann aber auch mit Edding auf die Folie gemalt werden.

Layout meiner Aleph Platine links und das neue optimierte Layout für die nächste Endstufe rechts.

Ohne richtige Belichtung kann bei dieser Platine nichts funktionieren. Ich nehme einen ganz normalen Gesichtsbräuner, den ich bei eBay für 2 Euro ersteigert habe. Es kann auch ein älteres Modell sein. Nun wird die Platine unter den Gesichtsbräuner gelegt. Der Abstand zwischen Platine und Gesichtsbräuner sollte ca. 15cm betragen. Die bedruckte Folie wird mit dem Druck auf die Platine gelegt. Achtet darauf, dass auch wirklich die bedruckte Seite auf der Platine liegt, da es sonst zu einem Schattenwurf durch die Dicke der Folie kommen kann. Um sicher zu gehen, dass die Folie auch ganz an der Platine anliegt nehme ich eine dünne Glasscheibe, die etwas grösser als die Platine ist und lege sie auf die Folie.

Nun wird der Gesichtsbräuner angestellt und zirka 2,30 bis 3Min. belichtet. Danach wird die Platine entwickelt. Ich nehme eine 10% Natronlauge und schwenke die Platine so lange, bis der belichtete Lack ab ist. Das kann man recht einfach sehen, es bilden sich durch den Lack leichte Schlieren. Hier kann nicht so viel falsch gemacht werden, da der Vorgang ca. 20Sec. dauert und die Platine auch nach 1Min. keinen Schaden nimmt. Danach mit Wasser abwaschen. Es dürfen keine Kratzer im Fotolack entstehen, da diese Stellen sonst weggeätzt werden. Also bitte nicht auf der belichteten Seite wischen oder kratzen. Ebenfalls sollte die Lauge nach jedem Entwickeln neu angesetzt werden, da sich ansonsten ein Schmierfilm auf der Platine absetzt und diese nicht mehr richtig geätzt wird.

Nach dem Entwickeln geht es ans Ätzen. Dafür verwende ich eine EisenIIIChlorid Lösung mit einer Temperatur Von 50°C. Die Platine wird darin so lange bewegt, bis die überflüssige Kupferschicht verschwunden ist. Um so mehr die Platine bewegt wird, um so besser ist das Ergebnis. Gegen eine Lichtquelle könnt ihr sehr gut sehen, wann das Kupfer weggeätzt ist. Noch einmal mit Wasser abwaschen. Nun noch bohren und fertig ist die Platine. Bei www.Bungard.de könnt ihr euch eine Anleitung herrunterladen. Dort stehen auch die Konzentrationen für die Chemikalien.